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Aktuell · 12 Meldungen · Stand 24. Oktober 2026

Krypto-Karten-News

Konditionen, Zulassungen und Regeln ändern sich schneller als jeder Test. Hier melden wir, was sich bewegt – kurz, mit Quelle und mit der Einordnung, was es für dich als Karteninhaber bedeutet.

  1. Regulierung

    BaFin warnt im Oktober vor Dutzenden Krypto-Plattformen ohne Zulassung

    Seit dem MiCA-Stichtag veröffentlicht die BaFin fast wöchentlich Warnungen vor Anbietern ohne Erlaubnis – ein Grund mehr, die Zulassung der eigenen Karte zu prüfen.

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat im Oktober 2026 eine Reihe von Verbrauchermitteilungen zu Krypto-Plattformen veröffentlicht, die in Deutschland ohne Erlaubnis Finanz- oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten sollen. Berichten zufolge betrafen die Warnungen am 12. Oktober die Plattform Zyrtex-X, am 14. Oktober eine Serie von 23 nahezu baugleichen Webseiten und am 21. Oktober drei weitere Angebote, darunter eines, das die Identität eines regulierten deutschen Brokers missbraucht. Bereits am 23. September hatte die BaFin vor einer Plattformreihe gewarnt, die als „KI-gestützte Krypto-Handelsplattform“ auftritt.

    Rechtsgrundlage ist jeweils § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes (KMAG). Seit dem Ende der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 darf in der EU nur noch Krypto-Dienste anbieten, wer eine Zulassung hat – die BaFin geht seitdem sichtbar aktiver gegen Anbieter ohne Erlaubnis vor.

    Was das für dich heißt: Die gewarnten Plattformen sind keine Kartenanbieter aus unserem Vergleich. Die Serie zeigt aber, wie die Aufsicht inzwischen arbeitet. Ob der Anbieter deiner Karte zugelassen ist, prüfst du im ESMA-Register – wie das geht, steht im Ratgeber MiCA-Stichtag 2026. Acht der zwölf Karten im Vergleich kommen von Anbietern mit eigener MiCA-Zulassung.

  2. Anbieter

    MetaMask Card öffnet Anmeldung in Großbritannien – EU-Konditionen unverändert

    Nach der Pause für Neuanmeldungen nimmt MetaMask britische Kunden wieder auf; für Deutschland ändert sich nichts.

    MetaMask hat am 20. Oktober 2026 die Anmeldung für die MetaMask Card im Vereinigten Königreich wieder geöffnet. Britische Nutzer erhalten dieselbe virtuelle Mastercard wie Kunden im EWR: kostenlos, 1 % Cashback in mUSD, abgebucht direkt aus der eigenen Wallet. Für Pfund-Stablecoins fällt keine Umwandlungsgebühr an, für andere Stablecoins 0,5 % und für Wrapped Ether 0,875 %.

    Für Kunden in Deutschland ändert sich nichts: Die Karte ist seit Monaten im gesamten EWR verfügbar, Neuanmeldungen in den USA bleiben pausiert, die Metal-Karte gibt es weiterhin nur dort. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt – die Karte läuft über den Betreiber Baanx, der gerade von Exodus übernommen wird und bei der Ledger CL Card im August Aufladungen ausgesetzt hatte.

  3. Steuer

    Krypto-Steuerreform: Kabinettstermin verstrichen, Haltefrist für Neukäufe ab 2027 weiter geplant

    Das Bundesfinanzministerium will Gewinne aus ab 2027 gekauften Coins pauschal mit 25 % besteuern. Beschlossen ist nichts – für Karteninhaber zählt trotzdem das Datum 31. Dezember 2026.

    Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht vor, Gewinne aus Bitcoin, Ether und anderen „Tauschkryptowerten“ künftig als Kapitaleinkünfte zu behandeln: 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, unabhängig von der Haltedauer. Betroffen wären nur Coins, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden. Für ältere Bestände bliebe die einjährige Haltefrist nach § 23 EStG erhalten.

    Die Befassung im Bundeskabinett war für den 14. Oktober 2026 vorgesehen. Nach einem Bericht vom 17. Oktober ist dieser Schritt bislang nicht erfolgt; aus der Union gibt es Vorbehalte, und der Zeitplan für ein Inkrafttreten zum 1. Januar 2027 gilt als eng. Bis ein Gesetz verkündet ist, gilt die heutige Regel: Nach einem Jahr Haltedauer sind Gewinne steuerfrei, darunter greift die Freigrenze von 1.000 €.

    Was das für Kartenzahlungen heißt: Jede Zahlung mit Krypto bleibt eine Veräußerung. Käme die Reform, wäre bei Coins aus 2027 jede Kartenzahlung steuerpflichtig – egal, wie lange du sie gehalten hast. Was du jetzt tun kannst und warum die Trennung von Alt- und Neubestand wichtig wird, erklärt der neue Ratgeber Krypto-Steuer 2027.

  4. Markt

    Visa und Mastercard schalten Stablecoin-Abwicklung scharf – Stripe bringt Euro-Stablecoin-Karten

    Die Kartennetzwerke nehmen Stablecoins in den Regelbetrieb. Für Verbraucher heißt das: mehr Karten, die direkt aus USDC oder Euro-Stablecoins zahlen.

    Mitte Oktober 2026 haben Visa und Mastercard kommerzielle Dienste gestartet, mit denen Zahlungen über Stablecoins vorfinanziert und abgewickelt werden: Visa über einen Partner, der Visa Direct mit USDC speist, Mastercard über seine „Global Money Platform“ mit dem Zahlungsdienstleister BVNK. Parallel kündigten Stripe und das Netzwerk Plasma Stablecoin-Karten für mehr als 30 Länder an, bei denen Guthaben in Euro gehalten und ohne Umweg über den Dollar ausgegeben wird.

    Für Karteninhaber ist das weniger ein Produkt als eine Richtung: Immer mehr Krypto-Karten setzen auf Stablecoins statt auf volatile Coins – im Vergleich bereits OKX (USDC/USDG), Bleap (USDC) und MetaMask (EURe, USDC). Der Spread beim Bezahlen ist dort minimal, steuerlich bleibt jede Zahlung eine Veräußerung mit kaum Gewinn. Zur Einordnung: Stablecoin-Kartenumsätze machten laut einem Bericht zuletzt rund 0,03 % des Visa-Volumens aus – der Massenmarkt ist das noch nicht.

  5. Anbieter

    Crypto.com: Neue Fremdwährungs- und Inaktivitätsgebühren seit 1. Oktober

    Auch die bezahlten Stufen Ruby, Jade und Indigo zahlen jetzt außerhalb von EU und UK 2 % Fremdwährungsaufschlag; die Inaktivitätsgebühr steigt auf 6 €.

    Seit dem 1. Oktober 2026 gelten für die Crypto.com Visa Card im EWR neue Gebühren: Innerhalb von EU und UK fallen bei Fremdwährungszahlungen 0,2 % an, außerhalb 2 % – für Ruby Steel nach einem aufschlagsfreien Kontingent von 400 € im Monat, für Jade Green und Royal Indigo nach 800 €. Zuvor waren die bezahlten Stufen von der Fremdwährungsgebühr ausgenommen. Die Inaktivitätsgebühr nach zwölf Monaten ohne Nutzung steigt von 5 auf 6 € im Monat. Nach Berichten werden zudem die Lounge-Besuche für Pro-Nutzer halbiert und der kostenlose Gast in den Private-Stufen gestrichen.

    Was das für dich heißt: Wer die Karte vor allem im Urlaub außerhalb der EU nutzt, verliert einen der bisherigen Vorteile. Die Monatsgebühren (Ruby 3,99 €, Jade/Indigo 24,99 €) und die Lockup-Alternativen bleiben unverändert. Wir haben das Profil, den Rechner und die Bargeld-Tabelle angepasst.

  6. Anbieter

    Gnosis Pay beendet das GNO-Cashback – Verbraucherkarte wird am 20. Dezember abgeschaltet

    Die bekannteste Self-Custody-Karte Europas zieht sich aus dem Endkundengeschäft zurück. Guthaben bleiben in der eigenen Safe-Wallet.

    Gnosis Pay hat am 21. September 2026 angekündigt, Karte und Web-App für Endkunden zum 20. Dezember 2026 um 23:59 UTC abzuschalten; danach bleibt nur die Auszahlungsfunktion. Das Cashback-Programm in GNO endete bereits am 30. September, die letzte Auszahlung ist für den 7. Oktober geplant. Das Unternehmen konzentriert sich künftig auf White-Label-Karteninfrastruktur für Wallets und Fintechs.

    Weil die Karte auf einer selbstverwahrten Safe-Wallet basiert, sind Guthaben nicht betroffen – es gibt keine Frist für den Abzug. Alternativen mit Self-Custody im Vergleich: Bleap Card (MiCA-lizenziert, 0 % FX) und MetaMask Card (virtuell, aus der Wallet). Wir hatten Gnosis Pay geprüft und wegen der Abschaltung nicht aufgenommen.

  7. Anbieter

    OKX Card: Feste Cashback-Stufen seit 1. September, Abo-Aktion läuft bis 30. Oktober

    Nach den Startaktionen mit bis zu 20 % gelten jetzt 2 % für alle (Deckel 50 €) und 4 bis 10 % für VIP-Kunden. Netflix, ChatGPT und Claude bringen bis Ende Oktober 50 % zurück.

    OKX hat das Cashback-Programm der OKX Card im EWR zum 1. September 2026 auf feste Stufen umgestellt: 2 % in USDG ohne VIP-Status (maximal 50 € im Monat), 4 % für VIP 1 (300 €), 4,5 % für VIP 2 (450 €), 5 % für VIP 3 und 10 % ab VIP 4 (jeweils 1.000 €). Cashback gibt es nur, wenn USDG das Zahlungsasset ist.

    Parallel läuft noch bis zum 30. Oktober 2026 eine Abo-Aktion: 50 % Cashback auf Zahlungen direkt bei Netflix, ChatGPT und Claude, maximal 10 € pro Monat, nur bei Zahlung in USDG und nach Opt-in in der App. Zahlungen über App Store oder Google Play zählen nicht. Eine Verlängerung hat OKX nicht angekündigt.

  8. Anbieter

    Bybit Card: Basis-Cashback in der EU von 2 auf 1 % gesenkt

    Ohne VIP-Status gibt es seit August 1 % in Bitcoin ohne Deckel; die Stufen mit 2 bis 10 % bleiben VIP-Kunden vorbehalten.

    Bybit EU hat die Rewards der Bybit Card zum 4. August 2026 umgestellt: Karteninhaber ohne VIP-Stufe erhalten seitdem pauschal 1 % Cashback in Bitcoin auf berechtigte Zahlungen, ohne monatlichen Deckel. Zuvor lag die Basisstufe bei 2 %. Die Leiter von 2 bis 10 % gilt weiter für VIP-Kunden mit entsprechendem Handelsvolumen. Das Bitcoin-Cashback selbst hatte Bybit EU im Januar 2026 eingeführt; alternativ gibt es USDC.

    Einordnung: Bei Zahlung aus Krypto frisst der Spread von rund 0,9 % die Basisrate fast auf. Wer mit Stablecoins oder Euro-Guthaben zahlt, behält das 1 % Bitcoin-Cashback netto – ohne Lockup und ohne Deckel bleibt die Karte damit eine der einfachsten Möglichkeiten, Alltagsausgaben in Bitcoin umzuwandeln.

  9. Regulierung

    MiCA-Stichtag: Übergangsfrist für Krypto-Dienstleister in der EU endet

    Seit dem 1. Juli dürfen nur noch zugelassene Anbieter Krypto-Dienste in der EU erbringen. In Deutschland galt das per KMAG schon seit Jahresbeginn.

    Am 1. Juli 2026 endete die letzte nationale Übergangsfrist der MiCA-Verordnung. Seitdem braucht jeder Anbieter von Krypto-Diensten in der EU eine Zulassung als Crypto-Asset Service Provider; ein laufender Antrag genügt nicht mehr. Deutschland hatte die Frist per Kryptomärkteaufsichtsgesetz bereits auf den 31. Dezember 2025 verkürzt. Die BaFin und die Financial Intelligence Unit warnten am 8. Juli, dass Kunden und Guthaben zu zugelassenen Anbietern wandern würden.

    Für Krypto-Karten ist seitdem klar getrennt: Die Karte gibt ein E-Geld-Institut aus, den Krypto-Teil erbringt ein zugelassener Dienstleister. Sieben der damals zehn Karten in unserem Vergleich kamen von Anbietern mit eigener Zulassung; mit Bleap sind es heute acht von zwölf. Hintergründe im Ratgeber MiCA-Stichtag 2026.

  10. Anbieter

    Bleap erhält MiCA-Zulassung in Lettland

    Die lettische Zentralbank lizenziert die Bleap SIA als Krypto-Dienstleister – rechtzeitig vor dem Stichtag.

    Latvijas Banka hat der Bleap SIA am 25. Juni 2026 eine Zulassung nach MiCA für den Tausch von Krypto-Assets gegen Geld und gegen andere Krypto-Assets erteilt. Über das EU-Notifizierungsverfahren darf Bleap damit im gesamten EWR arbeiten. Die Karte selbst gibt Unlimit EU Ltd. aus, ein E-Geld-Institut unter Aufsicht der Zentralbank Zyperns.

    Bleap, 2024 von ehemaligen Revolut-Mitarbeitern gegründet, bietet eine Self-Custody-Mastercard mit 1 % Cashback in USDC auf alle Zahlungen, 0 % Fremdwährungs- und Umwandlungsgebühr und 400 € Bargeld im Monat ohne Gebühr. Wir haben die Karte im September 2026 mit einer Erstbewertung in den Vergleich aufgenommen.

  11. Anbieter

    Krak Card: Kraken staffelt das Cashback nach Guthaben

    Statt pauschal bis 2 % gibt es seit März 2026 fünf Stufen nach dem 30-Tage-Durchschnittsguthaben – unter 200 € nichts, 2 % erst ab 50.000 €.

    Kraken hat die Krak Rewards im März 2026 umgebaut. Die Cashback-Rate richtet sich seitdem nach dem durchschnittlichen Guthaben der letzten 30 Tage über Krak, Kraken und Kraken Pro: 0 % unter 200 €, 0,5 % ab 200 €, 1 % ab 1.000 €, 1,5 % ab 10.000 € und 2 % ab 50.000 €. Neukunden starten 30 Tage lang auf der höchsten Stufe. Ausgezahlt wird sofort in Euro oder Bitcoin, ohne Monatsdeckel.

    Die Karte bleibt ohne Ausstellungs-, Jahres- und Abhebegebühren. Für kleine Guthaben ist sie damit vor allem eine kostenlose Mastercard, für Kunden mit größerem Depot bei Kraken eine der wenigen Karten mit 2 % ohne Token-Bindung.

  12. Anbieter

    OKX Card startet im EWR, Bybit zahlt Cashback in Bitcoin

    Zum Jahresbeginn kamen zwei Bewegungen bei den Börsen-Karten: OKX bringt seine Stablecoin-Karte nach Europa, Bybit EU stellt die Rewards auf Bitcoin um.

    Am 28. Januar 2026 hat OKX seine Karte in allen EU-Staaten plus Norwegen gestartet – eine Mastercard, die ausschließlich mit den Stablecoins USDC und USDG zahlt, ohne Transaktions- oder Fremdwährungsgebühr von OKX und mit nur 0,1 % Marktspread. Lizenzierte Einheit für den EWR ist die OKX Europe Ltd.

    Neun Tage zuvor hatte Bybit EU angekündigt, das Cashback der Bybit Card künftig in Bitcoin auszuzahlen – je nach Stufe 2 bis 10 %, alternativ in USDC. Beide Karten sind im Vergleich mit eigenem Profil vertreten.

Meldungen fassen Anbieter- und Presseangaben zusammen und ersetzen keine Anlage- oder Steuerberatung. Was wir in den Daten geändert haben, steht unter Aktualisierungen.